OUTBREAK erscheint in Kürze

OutbreakAnfang August erscheint die erste Ausgabe des Sprachrohrs der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisierung (GG/BO).

Die am 21. Mai dieses Jahres gegründete Gefangenen-Gewerkschaft veröffentlicht nun nach ihrer Ausdehnung zur bundesweiten Organisierung die erste Ausgabe ihrer eigenen Zeitschrift. Die Zeitschrift, die den Titel outbreak (Ausbruch) trägt, enthält neben redaktionellen Beiträgen gesammelte Erklärungen der GG/BO, Solidaritätstexte, Gastbeiträge sowie ausgewählte Presseartikel, die hinsichtlich der GG/BO in diversen Zeitungen veröffentlicht wurden.

Die 48-seitige Zeitschrift, die in den Knästen kostenlos und draußen für 2 Euro erhältlich sein soll, wird Anfang August erscheinen und kann unter der email-Adresse info@gefangenengewerkschaft.de bestellt werden.

„Klassenkampf im Knast“ – taz

in taz | 09.08.2014

LOHN Häftlinge arbeiten hinter Gittern für wenig Geld. Um das zu ändern, haben einige Insassen der JVA Tegel nun eine Gewerkschaft gegründet. Außerhalb der Knastmauern stoßen sie damit jedoch auf wenig Begeisterung

von MATTHIAS BOLSINGER

Uli aus Landsberg bekommt Post von Olli aus Tegel. Im Umschlag befindet sich ein Beitrittsformular. Oliver Rast, Häftling in der JVA Tegel, will Uli Hoeneß, den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern und jetzt Häftling in der JVA Landsberg, zum Eintritt in eine Gewerkschaft bewegen. Dieser von Rast gegründete Zusammenschluss prangert die Lohnverhältnisse in Gefängnissen an. Denn wie Zehntausende andere Häftlinge in Deutschland bekommt auch Hoeneß für seine Arbeit im Knast weniger als 2 Euro in der Stunde.

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JVA Willich – Anstaltsleitung behindert gewerkschaftliche Betätigung

Berlin, 7. August 2014

An Print- und Online-Medien

Presseerklärung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unserem engagierten GG-Sprecher in der JVA Willich I und II, André Borris M. á Moussa Schmitz, wurden in den vergangenen vierzehn Tagen zweimal Unterlagen der Gefangenen-Gewerkschaft /Bundesweite Organisation (GG/BO) vorenthalten bzw. beschlagnahmt. Als Grund für diesen Willkürakt wird seitens der JVA-Leitung angegeben, die GG/BO-Materialien würden die „Sicherheit und Ordnung“ in der Anstalt gefährden. U.a. wurden mehrere Briefbögen mit GG/BO-Logo eingezogen und mindestens 10 Exemplare unseres Papiers mit dem Titel „Zur Frage der Koalitionsfreiheit für Inhaftierte – für volle Gewerkschaftsrechte hinter Gittern!“

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„Gefangenen-Gewerkschaft (GG) gebildet“ – Radio Flora

Am 22. Mai gründeten Gefangene in der JVA Tegel eine GG. Dies wurde sofort mit Repression und Einschüchterungsversuchen beantwortet. Dabei sind die zentralen Forderungen bisher: Mindestlohn auch für Gefangene und Einbeziehung in die Rentenversicherung. In der Bundesrepublik gibt es ein Heer von Billiglöhnern. Die Gefangenen sind nur ein Teil von ihnen. Die GG gibt es inzwischen auch bundesweit.

Interview zur GG bei Radio Flora

Grußwort

Zur Informationsveranstaltung des Autonomen Knast-Projektes am 21. Juli 2014 in Köln

Liebe KollegInnen und FreundInnen,

wir möchten uns gleich zu Beginn herzlich bei den VeranstalterInnen der heutigen Zusammenkunft in Köln bedanken, dass sie von Beginn an unser Projekt der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO) aktiv unterstützt haben.

Unsere Initiative der Gründung einer Gefangenen-Gewerkschaft, die sich innerhalb und außerhalb der Knäste verankert soll, ist gerade einmal zwei Monate alt. Auch wenn die Überlegung einer Gefangenen-Organisierung in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals aufkam, fehlte es doch zumeist an der konkreten Umsetzung. Die Gründung einer Deutschen Gefangenen-Gewerkschaft (DGG) im Jahr 1968, die Ausrufung von Gefangenenräten ab 1973 und die unzähligen lokalen Versuche, sich als Inhaftierte einen organisatorischen Rahmen zu geben, scheiterten regelmäßig.

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Gewerkschaftsarbeit auch im Knast

21. Juli, 20 Uhr im Cafe Commune, Berlin

kk_block_2014Am 22. Mai haben In­sas­sen der JVA Tegel eine Ge­fan­ge­nen­ge­werk­schaft ge­grün­det Ein Min­dest­lohn und die Ein­be­zie­hung der Häft­lin­ge in die Ren­ten­ver­si­che­rung sind die bei­den zen­tra­len For­de­run­gen. In­ner­halb we­ni­ger Tage hat­ten mehr als 150 Häft­lin­ge in der JVA Tegel die Grün­dungs­er­klä­rung un­ter­schrie­ben.

Mitt­ler­wei­le be­rei­ten auch in den Haft­an­stal­ten Plöt­zen­see, Wil­lich und Aschaf­fen­burg Ge­fan­ge­ne eine Ge­werk­schafts­grün­dung vor.

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Für volle Gewerkschaftsrechte hinter Gittern!

Zur Frage der Koalitionsfreiheit für Inhaftierte

Stellungnahme der GG zur Antwort des Senats auf die Kleinen Anfragen der Angeordneten Behrendt und Loderer

Mit unserer Stellungnahme reagieren wir auf die Antworten der Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz (SVW) bezüglich der zwei „Kleinen parlamentarischen Anfragen“ (Drucksache 17 / 13924 und Drucksache 17 / 13956) vom 17. Juni bzw. 30. Juni 2014, die von den Abgeordneten Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Lederer (Die Linke) gestellt wurden.

Hierbei gehen wir auf die wesentlichen Argumentationsstränge des Staatssekretärs der SVW, Alexander Straßmeir, ein, die er gegenüber den Fragestellungen von Behrendt und Lederer zieht. Der komplette Wortinhalt der Antworten aus der SVW findet sich auf unserer Homepage bzw. in der Erstausgabe von „outbreak“, dem Sprachrohr der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO).
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„Gefangenen-Gewerkschaft gegründet – und behindert“ – express

Leitung der JVA Tegel lässt Zellen der Gewerkschaftsinitiatoren durchsuchen

in: express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 06/2014

Ende Mai haben Insassen der JVA Berlin-Tegel die Gründung einer Gefangenen-Gewerkschaft bekannt gegeben. Die Leitung der Anstalt reagierte mit einer Durchsuchung der Zellen zweier Sprecher und ließ alle Unterlagen beschlagnahmen, die mit der Gewerkschaftsinitiative in Zusammenhang stehen. Der geht es um altbekannte Probleme.
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„Von der Beraubung der Zeit“ – Filmpremiere

Ein Film von Daniel Poštrak und Jörn Neumann
mit Helmut Poschner, Kenny Berger, Samuel Conley

„Von der Beraubung der Zeit“ erzählt die Geschichte von Menschen, die in einer für uns meist unsichtbaren Parallelwelt leben – dem Gefängnis. Sie sind dort, um ihre Schuld zu zahlen. Die Währung für das Abgelten ihrer Taten ist ihre Lebenszeit. Wenn Helmut, Samuel und Kenny in unsere Welt schauen, zertrennt seit vielen Jahren ein Gitter ihren Blick. Aus dem Inneren des Gefängnisses lassen sie uns in Gesprächen an ihren Hoffnungen, Begierden und Ängsten teilhaben. In Haft haben sie im Schreiben einen Weg gefunden, Bilder ihrer Lebensrealität hinter hohen Mauern zu zeichnen. Es sind Geschichten von einem Leben, völlig aus der Zeit gefallen.

[Trailer]

Kinostart: 3. Juli 2014