Mitteilung: GG/BO-Sektion in der Frauen-JVA Chemnitz gegründet!

In der JVA für Frauen in Chemnitz organisieren sich seit Monaten Gefangene in der GG/BO. Auch sie sind von Zwangsarbeit, harten Arbeitsbedingungen und extrem niedrigen Löhnen von 1 bis 2 € die Stunde betroffen und sind weder in der Renten-, noch in der Pflege- und Krankenversicherung. Wir haben als Soligruppe Jena Kontakt zu ihnen, weil Thüringen selbst keinen Frauenknast hat und die Thüringer Frauen in die sächsische JVA für Frauen in Chemnitz verlegt werden. Die Adresse der Sprecherin lautet

Nancy Rheinländer
GG-Sprecherin JVA Chemnitz
Reichenhainer Str. 236
09125 Chemnitz

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Die Grünen tun so, als seien sie die Retter der Welt, doch legen sie gerade den Schwächsten Steine in den Weg

Entkriminalisierung von „Schwarzfahren“ und Haschischrauchen, kein Verwahren und Wegschließen, sondern die „totale Institution Knast“ auch mal im Kern infrage stellen. Credo der Grünen.

Früher. Die Maxime „Überwachen und Strafen“ war ihnen unsympathisch. Stattdessen waren grundsätzliche Reformen in der Knastpolitik einmal ein Steckenpferd dieser Partei. Wie gesagt: Früher. Als linke Weltverbesserer durchgestartet, als Bettvorleger gelandet, so könnte man sagen.

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Zur Sonne, zum Freigang

Gewerkschaft der Häftlinge Der Mann, dem die Knackis vertrauen

Mindestlohn, Rente, ein Ende der Zwangsarbeit: Oliver Rast kämpft für die Rechte von Häftlingen. Er war ja selbst einer, saß wegen Brandstiftung – und gründete in Berlin eine Gewerkschaft. Streik oder Meuterei?

von und Pepe Egger
Oliver Rast war selbst Häftling, heute verkauft er Bücher in einem linken Antiquariat

Foto: Georg Moritz
Oliver Rast war selbst Häftling, heute verkauft er Bücher in einem linken Antiquariat

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19. und 20. Januar: Veranstaltung in Weimar und Solidarität mit Georg Huß (seit 1. Januar im Hungerstreik)

Am 20. Januar werden wir als Soligruppe der Gefangenengewerkschaft bei der Veranstaltungsreihe “Next Level” in Weimar eine Veranstaltung zum Thema “Soziale Kämpfe in den Gefängnissen” machen. Sie findet um 19 Uhr in der Gerberstraße 1 statt. Dabei soll es um eine grundlegende Kritik des Gefängniswesens und der Knastindustrie, unsere praktische Arbeit und Möglichkeiten der Solidarität gehen.→ weiterlesen

Offener Brief an Iris Martin-Gehl, Sprecherin für Justizpolitik der Linkspartei-Fraktion im Thüringer Landtag

Abs. GG/BO-Soligruppe Jena
c/o Infoladen Jena
Schillergässchen 5
07745 Jena

Empf. Wahlkreisbüro Iris Martin-Gehl, MdL
Johann-Karl-Wezel-Straße 50
99706 Sondershausen

Jena, 12. Januar 2016

Sehr geehrte Frau Iris Martin-Gehl,

wir schreiben Ihnen als Sprecherin für Justizpolitik der Linkspartei-Fraktion im Thüringer Landtag.

Am 22. Oktober 2016 hat der Bundesvorstand der Linkspartei einstimmig beschlossen, die Forderungen der Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) zu unterstützen. Im Beschluss heißt es:

„DIE LINKE setzt sich in den Parlamenten auf Landes- und Bundesebene dafür ein, das Thema Rentenversicherung für Inhaftierte weiter voran zu treiben und fordert weiterhin den Einbezug der Gefangenen in die gesetzliche Rentenversicherung.“ Weiterhin: „DIE LINKE setzt sich für die Einführung des Mindestlohns für arbeitende Strafgefangene und Sicherungsverwahrte ein.“ Und zuletzt: „Die Partei DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit der GG/BO und unterstützt ihre Bestrebungen auf volle Gewerkschaftsanerkennung.“

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Zeitschriftenprojekt: Multi-Kulti-Dialog

Multi-Kulti-Dialog ist ein Zeitschriftenprojekt von Inhaftierten aus der JVA Tegel. Die Ausländersprecher der Insassenvertretung (IV) und Gesamtinsassenvertretung (GIV) versuchen eine Zeitschrift zu etablieren, was in der JVA auf Widerstand trifft. Der Verlauf des Projektes wird zukünftig unter Service -> Rechtliches dokumentiert.

1. Ausgabe

Berlin, 12. Januar 2016

Georg Huss im französischen Knast im Hungerstreik!

Version française

Unser Kollege Georg Huß, der maßgeblich die GG/BO in österreichischen Justizanstalten aufgebaut hat, sitzt seit Dezember im französischen Mühlhausen in Haft und ist seit 1.1. wegen der unerträglichen Haftbedingungen im Hungerstreik.

Wir veröffentlichen hier die Liste seiner Forderungen.

Zeigt euch mit Georg solidarisch! Schreibt ihm und verbreitet seine Forderungen:

Georg Huß
Numéro d’écrou 42048
Maison d’Arrêt de Mulhouse
59 Avenue Robert Schuman
68100 Mulhouse
Frankreich

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Erste Thüringer Silvester-Knast-Party in Tonna

Unterstützer fordern auf dem freien Feld mehr Geld und Anspruch auf Rente. Kritik an Ordnungsbehörde

Die Party stieg außerhalb der Gefängnismauern und war bei der zuständigen Gothaer Ordnungsbehörde als Demonstration angemeldet. Foto: Sebastian Kahnert
Die Party stieg außerhalb der Gefängnismauern und war bei der zuständigen Gothaer Ordnungsbehörde als Demonstration angemeldet. Foto: Sebastian Kahnert

Tonna. Es ist kurz vor Mitternacht am letzten Tag des Jahres. „Sind denn auch beide Boxen in Takt?“, hallt es durch die Nacht. Auf einem Wirtschaftsweg am Ortseingang von Gräfentonna (Landkreis Gotha) läuft der Aufbau für die erste Thüringer Silvester-Knast-Party.

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Protest vor Vollzugsanstalt

Gräfentonna. Die Gefangenengewerkschaft will am heutigen Silvesterabend vor der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tonna demonstrieren. Der Protest soll als Zeichen der Unterstützung verstanden werden, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. Der Widerstand solle klarmachen, dass man für die Interessen der Inhaftierten eintrete, etwa für eine bessere Essensversorgung. Die Demonstration beginnt um 23 Uhr. Dort soll mit Sekt, Musik und Feuerwerk gezeigt werden, dass sie Gefangenen nicht alleine sind.