Besuch in der JVA Dresden endet ungewollt nackt auf der Toilette

Der Häftling David Scholz sollte letzten Donnerstag von seiner Mutter (56) Besuch erhalten. Die Besuchszeit war von 13:00h – 14:00h angesetzt.

Gegen 12:55h soll ein Justizbeamter zusammen mit vier BeamtInnen des Zolls mittels eines Hundes die Dame auf Drogen begutachtet haben. Obwohl dieser, nach Auskunft der Dame, „nicht anschlug“ sondern von den Beamtinnen „weggezogen wurde“, mußte sie einen Drogen-Wischtest über sich ergehen lassen. Das Testergebnis soll negativ (kein Nachweis von BTM) gewesen sein. Trotzdem wurde sie festgesetzt um auf die Polizei zu warten, die nach ca. 20 Minuten mit vier BeamtInnen eintraf. Zwei PolizistInnen führten die Dame in den Sanitärbereich, wo sie sich komplett entkleiden mußte.

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Zensiert die JVA Tegel die „taz“?

Unseren Informationen zufolge wurden heute in der JVA Tegel keine Ausgaben der Tageszeitung „taz“ den Gefangenen ausgehändigt, was seit Jahren üblich ist. Die Ausgaben werden vor allem über den Verein „Freiabos“ verteilt bzw. ausgelegt.
Inhaftierte haben die Vermutung, dass dies eine Reaktion der JVA-Leitung auf den heutigen „taz“-Artikel von Peter Nowak zu den Schikanen gegen Inhaftierte aufgrund der Abfassung einer Protest-Petition sein könnte.
„Falls es sich bei der Nicht-Aushändigung der ´taz´ um faktische Zensurmaßnahmen der Tegeler JVA-Leitung handeln sollte, dann ist dies ein weiterer Beleg, dass die Berliner Vollzugsbehörden unter Senator Behrendt (Grüne) eine kritische Öffentlichkeit unterlaufen und Inhaftierte vom Pressezugang ausschließen“, so GG/BO-Sprecher Oliver Rast.

Berlin, 03. April 2017

Petition gegen einen Gruppenleiter

KNAST Insassen der JVA Tegel werfen einem Sozialarbeiter im Gefängnis vor, sie schlecht zu behandeln

Die Vorwürfe gegen einen Sozialarbeiter der JVA Tegel wiegen schwer. Eine Petition, die vor einigen Wochen von 18 Insassen
im Hafthaus V der JVA Tegel unterzeichnet wurde, beginnt so: „Wir bitten Sie um Hilfe bei der Erreichung unseres Vollzugs,
welcher leider durch den für unsere Behandlung und Unterstützung verantwortlichen Gruppenleiter nicht nur verhindert, sondern konterkariert wird.“ Die Insassen werfen ihm vor, sie „abwertend, verständnislos und überheblich“ zu behandeln.

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„Knast wie vor 200 Jahren“: Die Zustände in vielen deutschen Gefängnissen sind menschenverachtend

Die Berichte von Inhaftierten um die Zustände in der Teilanstalt II (TA II) der JVA Tegel in Berlin sind alarmierend: Suizide und Suizidversuche, qualvolle Enge, hohes Aggressionspotential unter Gefangenen, extremer Geräuschpegel, fehlende therapeutische Angebote, mangelhafte medizinische Grundversorgung, Wegfall von Freizeitangeboten.

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Skype Besuche: Testbetrieb in der JVA Zeithain gestartet

Auf Initiative unseres Sprechers, Manuel Matzke, sowie einer Landesarbeitsgruppe führt die JVA Zeithain Skype Besuche ein. In einer Mitteilung der JVA Zeithain heißt es: „Die JVA Zeithain bietet zunächst probehalber Inhaftierten die Möglichkeit der Durchführung von „Besuchen“ über den Bildschirm mittels Skype-Software an.“ Die Mitteilung der JVA steht hier zum Download.

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Positive Nachrichten aus Sachsen: JVA Chemnitz unterstützt Gewerkschaftsarbeit

Die JVA Chemnitz stellt der GG/BO jeden 2. Freitag einen Raum zur Verfügung, um dort im kleinen Kreis über die Belange der inhaftierten GewerkschafterInnen sprechen zu können. Nancy Reinländer, Sprecherin der GG/BO Sektion JVA Chemnitz, begrüßt die Entscheidung und freut sich auf die kommenden Versammlungen. „Bundesweit wurde damit ein Meilenstein in der Geschichte der GG/BO gelegt.“

Auch außerhalb der Mauern ist die Freude über die Entscheidung groß. Die drei Ziele der GG/BO wie Gewerkschaftsfreiheit hinter Gittern, Mindestlohn und volle Sozialversicherung rücken damit ein Stück näher. Abseits der GG/BO Kernforderungen gibt es zahlreiche Belange von Inhaftierten, für die es faktisch keinen Organisationsrahmen in den JVAen gibt, indem Lösungsansätze gemeinschaftlich erarbeitet werden können.

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