Oliver Rast gibt Sprecherrolle der GG/BO ab – neue Aufgaben, neue Themen: Öffentlichkeitsarbeit für Erstveröffentlichung eines Bandes zur Geschichte der militanten gruppe (mg)

Sehr geehrte Damen und Herren,
unser Kollege, Mitgründer und Sprecher der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) Oliver Rast hat im Juli des Jahres die Sprecherrolle der GG/BO nach mehr als drei Jahren abgegeben.
Drei Gründe haben im Wesentlichen zu dieser Entscheidung des Kollegen Rast geführt. Im Rahmen einer intensiven GG/BO-Pressearbeit ist es nicht nur gelungen, die GG/BO als kleine basisnahe Gewerkschaft öffentlich zu platzieren, sondern vor allem das Thema der „Sonderwirtschaftszone Knast“ und die staatlich sanktionierte Billiglöhnerei hinter Gittern zu skandalisieren.

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Suizide als Folge von Zuständen in Gefängnissen

Vormerkung: Im Interview wird seitens Marco Bras dos Santos der Begriff „Anarchismus“ negativ belegt. Der Sprecher hegt nicht erst seit der Dokumentation „Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie“ Syphatien, sondern wirkt auch ganz praktisch in der anarchosyndikalistisch ogranisierten Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiterunion (FAU) an der Verwirklichung des Anarchismus mit. Bei der negativen Konnotation handelt es sich um ein unglückliches Versehen, dass dem Sprecher mehr als leid tut. 

In den letzten Tagen haben sich zwei Menschen in Gefängnissen in Halle das Leben genommen. Erst gestern soll sich laut Mitteilung des Justizministeriums ein Gefangener in seiner Haftzelle umgebracht haben. Er saß in der Außenstelle der JVA Frohe Zukunft ein. Seine Mitgefangenen sollen ihn erhängt in seiner Zelle gefunden haben.

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Haftenlassung aus Frankreich – Grußwort von Georg Huß

Unser Freund und Genosse Georg Huss ist am 05.07.17 aus dem Knast Molouse in Frankreich entlassen worden. Er hat mehrere Hungerstreiks hinter sich und ist Mitbegründer der GG/BO R.A.U.S. (österreichisches Pendant der GG/BO). Wir freuen uns, dass er wieder auf freiem Fuß ist!

Georg Huss bezeichnet sich selbst als Hanfaktivist und saß von den letzten 15 Jahren ca. 8 Jahre im Knast. Die ersten 3,5 Jahre war er in Bayern inhaftiert wo er erstmals das Knastsystem kennen lernte und auch dort schon Widerstand – vorerst aber noch individuell und ohne eine größere Organisation, wie die GG/BO, die es damals noch gar nicht gab – leistete. 14 Monate vor seiner Entlassung kam er von einem Hafturlaub nicht zurück und war fünf Jahre in unterschiedlichsten Ländern auf der Flucht.

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„Hätten sie mich doch einfach sterben lassen“ – Ayhan Işik zur medizinischen Versorgung in sächsischen Justizvollzugsanstalten

Wir veröffentlichen an dieser Stelle den stark gekürzten Bericht über die Behandlung von Ayhan Işik:

Seit 09.03.16 befinde ich, Ayhan Işik, mich in Untersuchungshaft in der JVA Dresden. Ich hätte nicht erwartet, dass ich durch die Hölle gehen werde. Auf unserer Station C1/300 ist eine permanente Bedrohungssituation durch andere Häftlinge an der Tagesordnung. Besonders schwächere Häftlinge werden dazu erpresst, Tabak und Lebensmittel an eine Gruppierung abzutreten. Das solche Vorfälle nicht gemeldet werden, liegt an der Angst vor weiteren Unannehmlichkeiten. Da ich weder diese verspüre, noch die Ungerechtigkeit tolerieren wollte, hatte ich jeden Vorfall gemeldet und wurde mit „Wir leiten das weiter“ vertröstet.

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Sachsen will mehr Gefangene aus EU-Ländern zurückschicken

Erst drei Gefangene aus der EU sind in ihre Heimatländer überstellt worden, 57 andere Fälle werden aktuell vorbereitet. Sachsens Jusitzminister Gemkow hatte den Vorschlag, Gefangene aus der EU in ihre Heimatländer zurückzuführen, unterbreitet, um Platz in den sächsischen Gefängnissen zu schaffen. Diese sind stark überlastet. Doch immer wieder sprechen Gründe gegen eine Überstellung.

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Petition – Versammlungen von Gewerkschafter*innen hinter Gittern ermöglichen

Folgende Petition wurde digitalisiert und kann hier im Original eingesehen werden. Zudem besteht die Möglichkeit Unterschriftenlisten zu generieren oder direkt online zu unterschreiben:



Radioreport – Recht

Grundrechtereport 2017 – der Alternative Verfassungsschutzbericht

Acht Bürgerrechtsorganisationen präsentieren jährlich einen Bericht zur „Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“. Grundrechtsverstöße durch den Staat selbst werden dokumentiert, „erschreckende Gefährdungen des an die Menschenrechte gebundenen Rechtstaates“ konstatiert.

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