Mobbing gegen unsere Kollegin Gülaferit Ünsal in der JVA für Frauen Berlin-Pankow

Sehr geehrte Damen und Herren,

von Freund_innen und Kolleg_innen haben wir als Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) erfahren müssen, dass unsere Mitstreiterin Gülaferit Ünsal in der Frauen-JVA Berlin-Pankow sowohl auf ihrer Station als auch im Arbeitsbetrieb massiv von mitgefangenen Frauen unter Aufsicht der Bediensteten gemobbt wird.

Dieser Zustand ist unhaltbar!

→ weiterlesen

Schluss mit den Schikanen gegen die GG/BO-Arbeit in der JVA Würzburg – und anderswo!

Presse-Erklärung der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO)

Liebe Kolleg_innen,

seit Ende Mai dieses Jahres sind die Haftanstalten dieser Republik seitens der Inhaftierten keine gewerkschaftsfreie Zone mehr. Die unabhängige und eigenständige Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO) hat sich – von der JVA Tegel ausgehend – innerhalb kürzester Zeit auf weitere JVA´s ausgedehnt. Wir zählen aktuell weit über 300 (inhaftierte) Mitglieder bundesweit.

Unsere beiden zentralen Forderungen sind die nach dem Mindestlohn für Knastarbeit und die Einbeziehung der Gefangenen in die sozialen Sicherungssysteme – insbesondere in die Rentenversicherung.

→ weiterlesen

Ein Verstärker für die Stimmen der Gefangenen sein

Seit Juli 2014 gibt es in Köln einen Unterstützungskreis für die neu gegründete Gefangenengewerkschaft. Mit diesem Text wolle wir unsere Arbeit vorstellen.

Das Selbstverständnis des Kölner Solikreises für Gefangenengewerkschaftsarbeit

Unser Grundverständnis

Als Grundlage unserer Arbeit verstehen wir die Zielsetzungen der inhaftierten Gewerkschaftsmitglieder.

solikreis koelnMit unserem Tun wollen wir die Stimmen der Gefangenen verstärken und ihre Kämpfe und politische Selbstorganisation unterstützen. Die Diskussionen über Haft- und Arbeitsbedingungen, die von ihnen aufgeworfen werden, führen wir in unserer Organisierung weiter. Als Voraussetzung dafür streben wir eine klare Kommunikation zwischen inhaftierten und nicht-inhaftierten Gewerkschaftsmitgliedern und -unterstützenden an.

→ weiterlesen

Kein Knast ohne Gefangenen-Gewerkschaft

Schwarzer Tresen Dezember

Dienstag, 09. Dezember 2014, 19:00 Uhr
Im Nordpol, Münsterstr. 99
44145 Dortmund

Bislang war der Knast seitens der Gefangenen eine gewerkschaftsfreie Zone, in der eher Relikte des kaiserlichen Wilhelminismus konserviert werden konnten, als ein Auf- und Ausbruch zu vernehmen war …

Mit der Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) im Mai dieses Jahres haben sich Gefangene in der BRD endlich eine autonome Form der Organisierung hinter Gittern geschaffen. Die anfänglichen Angriffe seitens der Anstaltsleitung in der JVA Tegel-Berlin und der JVA Willich (NRW) liefen formaljuristisch nicht nur ins Leere, sondern lösten innerhalb und außerhalb der Haftanstalten einen Solidarisierungseffekt aus. Ein Ergebnis war u.a., dass seitdem in einem halben Dutzend Knästen Sektionen der GG/BO aufgemacht werden konnten und derweil etwa 250 Gefangene der GG/BO beigetreten sind.

→ weiterlesen

Interview von Radio Corax mit Oliver Rast

freie-radios.net

„Die Gefangenengewerkschaft

Etwa 50.000 Gefangene in Deutschland haben einen geregelten Arbeitstag von acht Stunden. Allerdings ist es für sie schwierig sich in Gewerkschaften zu organisieren. Das sich das ändert, dafür setzt sich Oliver Rast ein. Er ist Sprecher der Gefangenengewerkschaft, die unter anderem einen allgemeine flächendeckende gesetzliche Mindestlohn für Gefangene fordert, die in den Knästen u.a. für staatliche Behörden und externe Konzerne arbeiten. Denn der Niedriglohn der Gefangenen gezahlt wird, wirkt sich auch auf deren spätere Rentenansprüche aus. So sind Gefangene später oft von Altersarmut betroffen. Wir sprachen zum Thema mit Oliver Rast.“

123. jour fixe Gewerkschaftslinke Hamburg

jourfixe.hamburger-netzwerk.de

Einladung zum 123. Jour Fixe
am Mittwoch, 3. Dezember um 18 Uhr 30
Curiohaus, Rothenbaumchaussee 115 (Hofdurchgang)
Hamburg

Referent: Oliver Rast (Berlin) – Sprecher der GG/BO

Auf dem Wege zu einer bundesweiten Knast-Gewerkschaft

Hauptforderungen sind: Mindestlohn und Rentenversicherung

Sie leisten Lohnarbeit, erhalten höchstens 1,87 Euro pro Stunde dafür und sind nicht rentenversichert!

Jetzt begehren sie dagegen auf und organisieren sich in einer Gewerkschaft: In der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO), die seit Mai 2014 existiert.

→ weiterlesen

Outbreak #2 im Januar

Liebe Kolleg_innen,

auf vielfachen Wunsch kann die Auftaktnummer von outbreak, die Zeitschrift der seit Mai dieses Jahres innerhalb und außerhalb der Knäste der BRD existierenden Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO), als pdf heruntergeladen werden.

Unsere zweite Nummer wird im Januar 2015 erscheinen.

Wir sind aktuell und in den kommenden Monaten auf Vortragsreise in mehreren Städten dieser Republik. Falls eurerseits Interesse bestehen sollte, gewerkschaftspolitische Veranstaltungen mit uns zu organisieren, dann meldet euch bitte unter:

info@gefangenengewerkschaft.de.

Ansonsten geht’s hier zum „outbreak“-pdf.

Glück auf!
Oliver Rast | Sprecher der GG/BO

Interview mit Mehmet-Sadik Aykol

Interview mit Herrn Mehmet-Sadik Aykol, Rechtssekretär der GG / BO anläßlich der 3. Berliner Gefangenen Tage

Der akj Berlin (Arbeitskreis Kritischer Juristen) hatte Mehmet-Sadik Aykol in seiner Funktion als Rechtssekretär der GG / BO als Referenten zu einem workshop im Rahmen der 3. Berliner Gefangenen Tage eingeladen. Die Teilnahme wurde ihm allerdings durch die Anstalstsleitung der JVA Tegel mit der Begründung verwehrt, dass an dem fraglichen Wochenende kein begleiteter Ausgang erfolgen würde (s. Presseerklärung des akj vom 7. Nov.)

Im Folgenden veröffentlichen wir ein Interview, das Marie und Enno vom akj Berlin mit Mehmet geführt haben:

akj  Ihr habt Ende Mai die GG in der JVA Tegel gegründet. Bei Gewerkschaft denkt man an Arbeit und Arbeitsverhältnisse. Unter welchen Bedingungen arbeiten Sie in der JVA Tegel? Was bedeutet Arbeitszwang?

Mehmet   Die Arbeitsabläufe in den Fachbetrieben der JVA entsprechen denen in der freien Wirtschaft. Die Anstalten selbst werben mit Fachkompetenz & Qualität ihrer Dienstleistungen & Produkte. Der Vorteil der Anstaltsbetriebe ist gegenüber Konkurrenten aus der freien Marktwirtschaft, dass die Anstaltsbetriebe aufgrund geringer Arbeitskosten ihre Leistung preisgünstiger anbieten können & dadurch einen Wettbewerbsvorteil – auf Kosten der Gefangenen – ausspielen können. […]

Das vollständige Interview kann hier als pdf-Datei gelesen oder heruntergeladen werden.

Presseerklärung des akj-berlin

arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen

JVA-Leitung Tegel verhindert Workshop-Teilnahme und Interview mit inhaftiertem Gewerkschafter

Herrn Mehmet Aykol, Rechtsreferent und Protokollführer der neu gegründeten „Gefangenengewerkschaft“ (GG/BO), wird die Teilnahme als Referent bei den 3. Berliner Gefangenentagen an der Humboldt-Universität zu Berlin durch die Justizvollzugsanstalt Tegel nicht ermöglicht. Selbst das wiederholte Ersuchen, den Inhaftierten zu interviewen, wird durch die Anstaltsleitung ignoriert. Bis heute, einen Tag vor Veranstaltung, war die JVA-Leitung bzw. ihr Pressesprecher nicht in der Lage,in der Sache eine Entscheidung zu treffen und diese mitzuteilen.

Hier die Presseerklärung im Wortlaut.