Positive Nachrichten aus Sachsen: JVA Chemnitz unterstützt Gewerkschaftsarbeit

Die JVA Chemnitz stellt der GG/BO jeden 2. Freitag einen Raum zur Verfügung, um dort im kleinen Kreis über die Belange der inhaftierten GewerkschafterInnen sprechen zu können. Nancy Reinländer, Sprecherin der GG/BO Sektion JVA Chemnitz, begrüßt die Entscheidung und freut sich auf die kommenden Versammlungen. „Bundesweit wurde damit ein Meilenstein in der Geschichte der GG/BO gelegt.“

Auch außerhalb der Mauern ist die Freude über die Entscheidung groß. Die drei Ziele der GG/BO wie Gewerkschaftsfreiheit hinter Gittern, Mindestlohn und volle Sozialversicherung rücken damit ein Stück näher. Abseits der GG/BO Kernforderungen gibt es zahlreiche Belange von Inhaftierten, für die es faktisch keinen Organisationsrahmen in den JVAen gibt, indem Lösungsansätze gemeinschaftlich erarbeitet werden können.


Damit leistet die JVA mit ihrer Entscheidung einen wichtigen Beitrag zur (Re)sozialiserung. Bezüglich der Förderung von sozialer Organisation, nimmt die JVA Chemnitz in Sachsen, nicht zuletzt bundesweit, eine positive Sonderrolle ein. Wir sind auf die Ergebnisse der basisgewerkschaftlichen Organisation in Chemnitz gespannt.

Noch Anfang des Monats kam es bei einer Demonstration vor der JVA, anlässlich des Frauentages, zu Ausschreitungen seitens der Polizei. Die diesbezügliche Stellungnahme des Innenministeriums, ihm Rahmen einer kleinen Anfrage, wird kommenden Monat erwartet.

Leipzig, 22. März 2017

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