„Gewerkschaftsrechte auch im Knast“ – der Freitag

aus der Freitag | 17. August 2014

Solidarität Knapp 40 Kolleg_innen haben am 14. August vor dem Gebäude des Berliner Justizsenats die Initiative der Gefangenengewerkschaft unterstützt

Ein Nutzerbeitrag von Peter Nowak

Von den Veranstalter_innen wurden verschiedene Solidaritätserklärungen sowie ein Grußwort des Sprechers der Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG / BO) verlesen. Im Mittelpunkt stand die Forderung, dass im Knast, in dem die Pflicht zur Arbeit besteht, auch Gewerkschaftsrechte gelten müssen.

Im Mai dieses Jahres hatten Gefangene der JVA Tegel die Gefangenengewerkschaft gegründet. Mittlerweile haben sich weitere Gewerkschaftsgruppen in der JVA Berlin-Plötzensee, Willich, Aschaffenburg und Burg gegründet. Vor wenigen Tagen zudem unter Titel Outbreak (Ausbruch) eine Ausgabe de Zeitung der Gefangenengewerkschaft heraus.

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Grußwort der GG / BO zur Kundgebung vor dem Berliner Justizsenat

Grußwort zur Kundgebung „Gewerkschaftsrecht auch im Knast!“ am 14.8.2014 vor dem Berliner Justizsenat

Die heutige Kundgebung vor dem Dienstsitz des Justizsenators Heilmann (CDU) stellt ein Novum dar. Erstmals wird vor einer Berliner Einrichtung der Justizverwaltung für die vollen Gewerkschaftsrechte auch hinter Gittern demonstriert.

Wir haben mit der Gründung der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundessweite Organisation (GG/BO) einen Auftakt gewagt. Knäste sollen seitens der Inhaftierten keine gewerkschaftsfreie Zone mehr sein. Die ersten konkreten Schritte sind wir bereits gegangen. Wir haben in den JVA´s Plötzensee (Berlin), Willich (NRW), Aschaffenburg (Bayern) und Dresden (Sachsen) Zweigstellen unserer GG/BO aufgebaut bzw. enge Kontakte geknüpft, so dass wir sagen können, dass wir uns langsam, aber sicher bundesweit verankern. Aktuell sind wir dabei, uns ebenfalls in der JVA Burg (Sachsen-Anhalt), einem teilprivatisierten Knast, festzusetzen.

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Berlin: Kundgebung bei Justizsenator Heilmann

GG_Demo

Knapp 40 Leute sind dem Aufuf zur Kundgebung vor dem Gebäude des Justizsenats gefolgt und haben mit ihrer Anwesenheit die Initiative der Gefangenengewerkschaft unterstützt. Von den Veranstaltern wurden verschiedene Solidaritätserklärungen sowie ein Grußwort des Sprechers der GG / BO verlesen. Im Mittelpunkt stand die Forderung, dass im Knast, in dem die Pflicht zur Arbeit besteht, auch Gewerkschaftsrechte gelten müssen.

Erwerbslos in Berlin erklärt sich solidarisch mit der GG / BO

Als Zusammenschluß gewerkschaftlich organisierter Erwerbsloser ist die Solidarität mit den Gefangenen und ihren Forderungen für uns selbstverständlich.

Wir können nicht auf einen Mindestlohn ohne Ausnahmen hoffen, wenn wir es dulden, daß der Mindestlohn Anderen vorenthalten wird. Schon deswegen unterstützen wir die Forderung der Gefangenen nach dem Mindestlohn auch für Gefangene.

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Grussbotschaft der Roten Hilfe e.V. zur GG

Rote Hilfe e.V. | Bundesvorstand
37022 Göttingen
Tel.: 0551-7708008
Fax: 0551-7708009
Mail: bundesvorstand@rote-hilfe.de
Web: www.rote-hilfe.de

Göttingen, den 13.08.2014

Grußwort an die Kundgebung für Gewerkschaftsrechte auch im Knast am 14. August 2014 in Berlin

Als Rote Hilfe e.V. unterstützen wir vor allem die Kämpfe der politischen Gefangenen. Ein Teil davon war und ist aber auch der Kampf um die Rechte der Gefangenen im Allgemeinen. So unterstützt die Rote Hilfe, neben vielen Gefangenen, die aufgrund ihrer politischen Aktivitäten verurteilt wurden und werden, immer auch viele im Knast politisch aktiv gewordene Inhaftierte, die sich im emanzipatorischen Sinne etwa für Gefangenenrechte
einsetzen, die Solidarität der Gefangenen untereinander stärken möchten, gegen Missstände ankämpfen usw.

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„Demo für Gewerkschaft der JVA Tegel“ – ND

in Neues Deutschland | 14.08.2014

Von Peter Nowak

Am Donnerstag wird vor dem Amtssitz des Berliner Justizsenators in der Salzburger Straße 21 – 25 eine Kundgebung für Gewerkschaftsrechte organisiert, auf der die Betroffenen selbst nicht anwesend sein können. Es handelt sich um Häftlinge der JVA Tegel, die im Mai eine Gefangenengewerkschaft gegründet haben (»nd« berichtete).

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„In Gefängnissen für Arbeitsrechte streiten“ – jw

in junge welt | 12.08.2014

Nach Gründung einer Gefangenengewerkschaft in der Berliner JVA Tegel wollen andere Inhaftierte nachziehen

Die sogenannte Modellbauaffäre der bayerischen Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) hat den Blick auf die Verhältnisse gelenkt, unter denen Gefangene in Justizvollzuganstalten (JVA) arbeiten. Ein ehemaliger Inhaftierter soll Bild in der vergangenen Woche berichtet haben, daß sie mindestens acht Stunden pro Tag für die Firma der Eheleute Haderthauer schuften mußten, manchmal sogar noch länger. Dafür sollen die psychisch kranken Straftäter einen Monatslohn von 250 Euro bekommen haben. Daß der Ehemann und Mitgesellschafter der Politikerin, Hubert Haderthauer, als Arzt für die Menschen verantwortlich war, deren Arbeitskraft er ausbeutete, macht diese Geschichte verwerflicher, doch in deutschen Gefängnissen arbeiten Inhaftierte täglich unter ähnlichen Bedingungen. Damit sie ihre Arbeitsrechte auch hinter Gefängnismauern durchsetzen können, hatte sich bereits im Mai eine Gefangenengewerkschaft in der Berliner JVA Tegel gegründet (siehe jW vom 17. Juni). Ebensolche Bestrebungen gibt es nun auch in den Haftanstalten in Berlin Plötzensee, im nordrhein-westfälischen Willich und im bayerischen Aschaffenburg. Über die dortigen Vorbereitungskreise informierte am vergangenen Donnerstag der Zusammenschluß »Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation« (GG/BO).

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Gefangenen-Gewerkschaft braucht Unterstützung von draußen

aus Allgemeines Syndikat Köln

Bericht von einer Informationsveranstaltung in Köln

Am 21. Juli fand in Köln eine In­for­ma­ti­ons-​ und Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung zu der neu ge­grün­de­ten bun­des­wei­ten Ge­fan­ge­nen-​Ge­werk­schaft (GG/BO) statt. Auf Ein­la­dung des Au­to­no­men Knast­pro­jekts kamen etwa 20 Leute zu­sam­men, um über den ak­tu­el­len Stand der Or­ga­ni­sie­rung hin­ter Git­tern mehr zu er­fah­ren und Mög­lich­kei­ten zur Un­ter­stüt­zung zu dis­ku­tie­ren.

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