Institution Gefängnis – Möglichkeiten der Solidarisierung

Veranstaltung – 21.11.2017, 18:30 Uhr im linXXnet, Bornaische Str. 3d, 04277 Leipzig – im Rahmen der Proteste gegen die Innenministerkonferenz:

Zu Zeiten in denen Polizeigesetze verschärft und ein Überwachungs- und Sicherheitsapparat sondergleichen aufgebaut wird, rückt auch das Thema Knast immer weiter in den Fokus.  „Getroffen hat es eine_n – gemeint sind wir alle!“ ist ein Slogan der gerade in den letzten Monaten nach dem G20-Gipfel in linken und antiautoritären Kreisen wieder mal in aller Munde ist.  Doch was ist eigentlich mit den sogenannten „sozialen Gefangenen“? Gibt es Unterschiede wer unsere Solidarität verdient hat und wer nicht? Wenn ja – warum?  Oder ist das ganze Konzept der Strafe und des Gefängnisses an sich nicht doch schon lange überholt und sollte von Grund auf in Frage gestellt werden?

Unserer Meinung nach schon: Solidarität muss praktisch werden! Aus diesem Grunde stellen wir, die Veranstalter_innen, unseren Weg der Solidaritätsarbeit – nämlich den der Gefangen-Gewerkschaft Bundesweite Organisation (GG/BO) – vor. Die GG/BO gibt es seit 2014 und sie ist seit mehreren Jahrzehnten der erste bundesweite Zusammenschluss von Gefangenen und von Menschen draußen, die selbstorganisiert für die Rechte dieser kämpfen. 

Da uns aber auch bewusst ist, dass dies nicht der einzige und vor allem auch nicht der einzig richtige Weg ist Gefangenensupport bzw. Anti-Knastarbeit zu leisten, wollen wir an dieser Stelle auch anhand von konkreten Beispielen andere Wege aufzeigen und Denkanstöße geben, was die Menschen „in Freiheit“ für diejenigen denen diese verwehrt wird tun können. Abschließend würden wir uns über eine Diskussion freuen in der wir gemeinsam versuchen neue Ideen zur Solidaritätsarbeit mit und für Gefangene(n) zu entwickeln; um denen die nicht bei uns sein können zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. 
Lasst uns die Kämpfe von Gefangenen zum festen Bestandteil sozialer Kämpfe machen!
Weil der Kampf gegen den Kapitalismus auch immer einer gegen seine Mechanismen sein muss!
Leipzig, 20.11.2017

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.