Kampf im Knast

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In der JVA Würzburg haben Gefangene nach elf Tagen ihren Hungerstreik abgebrochen
Im Juli haben sich 47 Gefangene in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Würzburg mit einem einen Hungerstreik für bessere Zustände im Gefängnis eingesetzt. Das Medieninteresse blieb allerdings erstaunlich gering. Dies hat dazu geführt, dass die Gefangenen ihre Aktion nach elf Tagen erfolglos abbrechen mussten. Wie die regionale Presse den Streik interpretierte, zeigt ein Bericht der Onlinezeitung infranken.de zum Streikabbruch. Der Anstaltsleiter Robert Hutter kam dort mit der Erklärung zu Wort, dass die Zahl der Hungerstreikenden »mit jeder Mahlzeit weniger geworden« seien, obwohl ihre Forderungen nicht erfüllt wurden.

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Gefangenenprotest in der JVA Tonna geht weiter: Immer noch über 200 verweigerte Mittagessen täglich

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Am 23. Juli 2016, vor bald drei Wochen, haben die Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Tonna angefangen, aufgrund seiner schlechten Qualität das Mittagessen zu verweigern. Im Zuge von Umbauarbeiten in der Anstaltsküche wurde ein externer Catering-Service engagiert. Die Portionen sind viel zu klein, die Qualität des Essens vollkommen unzureichend, außerdem wird es in Alu-Assietten serviert. Mittlerweile ist dazu in der Thüringer Allgemeine auch ein Artikel erschienen. Die Inhaftierten setzen ihre Verweigerung bis heute fort. Laut unseren Informationen hat die Anstaltsküche der Justiz am 5. August 2016 exakt 214 Verweigerungen der Annahme des Mittagsessen registriert. Die Gefangenen fordern nicht mehr und nichts weniger als eine anständige Essenversorgung.

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Vereint gegen die Knast-Sklaverei! Solidarität mit dem Gefangenenwiderstand in den USA!

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Aufruf der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO) zu Solidaritätskundgebungen anlässlich des Streik- und Aktionstags der US-amerikanischen Gefangenen am 9. September:

Leipzig: 9. September 2016, 16h – Amerikanisches Generalkonsulat, Simsonplatz / Wilhelm-Seyfferth-Straße (Google Map)

weitere Termine folgen…

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Wenn Gefangene sich organisieren… Eine Analyse zum Handlungsvermögen der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation

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Wenn Gefangene sich organisieren…
Eine Analyse zum Handlungsvermögen der Gefangenen-Gewerkschaft/ Bundesweite Organisation

1 geringfügig überarbeitete Bachelor-Arbeit, eingereicht am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller- Universität Jena am 10.09.2015, betreut von Dr. Stefan Schmalz und Dipl.-Psych. Marcel Thiel. Eingereicht von Judith Höllmann.

1 Einleitung    1
2 Theoretisches Modell: Jenaer Machtressourcenansatz    2
2.1 Strukturelle Macht    3
2.2 Organisationsmacht    4
2.3 Institutionelle Macht    5
2.4 Gesellschaftliche Macht    7

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Häftlinge protestieren gegen schlechtes Essen

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In der Haftanstalt in Gräfentonna wird die Anstaltsküche umgebaut. Das Mittagessen wird deshalb von einem Menüservice geliefert.

Essen trägt zur guten Stimmung bei. Das gilt auch für Gefängnisse. Besonders dann, wenn das Mahl nicht mundet, erlangt dieser Spruch Bedeutung. Die Konsequenz daraus erlebt derzeit Thüringens größte Haftanstalt in Gräfentonna (Landkreis Gotha).
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Rente und Mindestlohn – auch hinter Gitter

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Häftlinge sitzen im Gefängnis nicht einfach rum. Viele arbeiten. Ihr Tag bekommt damit Struktur und die Arbeit soll bei der Resozialisierung helfen. Doch wer in der Haft etwas tut, wird dafür nur schlecht bezahlt. Außerdem ist die Arbeit nicht sozialversicherungspflichtig. Das wirkt sich vor allem auf das Alter aus: Viele ehemalige Gefangene sind von Altersarmut bedroht. Das will die sogenannte Gefangenengewerkschaft ändern. Sie ist jetzt auch in Mitteldeutschland vertreten.

von Jennifer Stange, MDR AKTUELL

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