JVA Untermaßfeld: Es geht los! Und es ist keine Hilfe in Sicht.

GG/BO-Soligruppe Jena: Die Gefangenen-Gewerkschaft hat seit Beginn der Coronakrise davor gewarnt, dass die Pandemie die Gefangenen besonders hart treffen wird, wenn keine mutigen Maßnahmen wie die Entlassung von Gefangenen getroffen werden. Nun bricht die Pandemie auch im Thüringer Gefängniswesen aus und die Behörden scheinen weiterhin ungewillt, entsprechende Maßnahmen zu treffen.

In der JVA Untermaßfeld seien laut Informationen von inhaftierten Gewerkschaftern nach der Erstinfektion des Anstaltsarztes einige Inhaftierte und Beamte auf das Coronavirus getestet worden. Fünf Beamte und drei Inhaftierte seien in Quaraänte. Laut der Presse seien alle Tests negativ ausgefallen. Der Anstaltsleiter befinde sich aufgrund von Kontakt mit dem infizierten Anstaltsarzt in Quarantäne.

Die Gefangenen beschweren sich darüber, dass es immer noch Beamte gebe, die ohne Atemschutzmaske arbeiten und dass die getesten Gefangenen auf den selben Zellen liegen wie nicht-getestete Gefangene. Der Hofgang sei auf eine halbe Stunde und die Aufschlusszeiten auf wenige Stunden täglich reduziert worden.

Auch andere Stellen sehen sich derzeit nicht veranlasst, weitergehende Maßnahmen für das Wohl der Gefangenen zu ergreifen. Das Gesundheitsamt Meinigen habe Angehörigen erklärt, es sei nicht zuständig. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat am 6. April 2020 einen Antrag auf Haftunterbrechung eines Gefangenen abgelehnt. Sie hat erklärt, dass es unter den Bedingungen einer Seuche zwar möglich sei, Haftstrafen zu unterbrechen, dass es aber seitens des Ministeriums nicht gewollt sei. Wir erinnern auch daran, dass am 2. April 2020 acht Häftlinge vom Meininger Gericht nicht zur Zweidrittel-Strafe entlassen wurden, obwohl dies ganz regulär möglich gewesen wäre.

Wir unterstützen die Forderung der Inhaftierten nach umfassendem Schutz. Dazu zählt weiterhin auch die Entlassung von Inhaftierten z.B. in vorläufige häusliche Quarantäne. Wenn der Staat sich weiterhin weigert, dies umzusetzen, wird er sich später für die schwerwiegenden Konsequenzen für die Gefangenen und ihre Angehörigen verantworten müssen.

9. April 2020

13 Kommentare

  1. Auch mir sagte die Staatsanwaltschaft gestern, am 9.4.2020,das jeder Antrag auf Strafaussetzung, der bei der Staatsanwaltschaft gestellt wird, abgelehnt wird. Mein Sohn hatte diesen Antrag nämlich in der Jva gestellt und bekam zur Antwort, daß es grundsätzlich möglich ist dies zu tun, aber die Staatsanwaltschaft muss es zulassen. Ich hatte diesbezüglich dann da angerufen und bekam die Antwort, wird bei allen abgelehnt. Die die drin sind, bleiben auch drin sagte man mir. Ich persönlich finde sowas unverantwortlich.

  2. Ich finde es ist eine riesengroße Sauerrei wie ihr mit dieser Kriese umgeht!!
    Unsere Männer werden da drin schlimmer behandelt als Vieh!
    Wie kann es sein das Werter immer noch ohne Schutzmasken arbeiten?
    Und warum hat gerade der Arzt der mit über der Hälfte der Insassen zutun
    hat sich niemals aussreichend geschützt…er hatte weder Handschuhe getragen
    noch Mundschutz auf gehabt!
    Es müssen endlich vernümpftige Maßnahmen getroffen werden ..im Moment
    sieht es leider so aus als versagt ihr auf ganzer Linie!!

  3. Es ist einfach abartig wie mit den Insassen umgegangen wird, klar sie haben Fehler gemacht sonst wären sie nicht in Haftanstalten, ist dies jedoch ein Grund sie so im ungewissen zu lassen und dem Schicksal ( dem Virus) ohne schutz auszusetzen?
    Wen es möglich ist mit Entlassungen und das man so Leben retten kann sollte man dies tun und nicht so. Diese Art ist nicht menschlich und hat nichts mit Rechtssystem Zutun das das Ministerium so handelt ist unverständlich für uns.
    Wir sind noch lange nicht am Ende was Corona im Strafvollzug und der Öffentlichkeit angeht, das kommt erst noch richtig auf uns zu laut Experten.
    Man sollte das Geld was den Staat jeden Tag ein Gefangener kostet lieber in das Gesundheitssystem stecken und forschen, da wäre mehr geholfen und allen geholfen

  4. Es gibt neue bestätigte Fälle heute in Untermaßfeld, wann wird endlich gehandelt und was unternommen?
    Ich hab Angst um mein Mann und bielen geht es genauso warum reagiert keiner?
    Das es anfers geht zeigt sich überall in der EU nur Deutschland handelt kaum und Thüringen schon gar nicht, was ist das für ein Rechtsstaat der so reagiert?

  5. Hab von meinem Sohn auch erfahren, daß es einige neue positive Fälle in Untermaßfeld gibt. Dies hat er von einem Beamten gesagt bekommen auf seine Frage wieviele es seien. Und auch das es keinen Aufschluss und kein Hof gibt. Wie lange wollen die noch warten bis was passiert. Am Telefon heute, als ich fragte wann es wieder mit dem Besuch weiter geht, sagte man mir,, das sie es noch nicht wissen. Sie sind leider auch nur Opfer der Politik,, . Was kommt da noch auf uns zu?

      1. Da frag ich mich bei welchem Ministerium du liest?! Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…….
        Wir bekommen es von unseren Männern gesagt und das ist nicht nur eine Person. Und die Beamten sagen es auch??!! Dann frag ich mich auf welchem Mond du lebst???
        Kümmere dich um dein Leben und lass uns um unsere Männer kämpfen!!!

  6. Vorallem Lügen. Unsere Söhne und Männer sitzen ja wohl da drin und erfahren schon ziemlich wenig. Ich denke keiner von den Insassen und keiner der Beamten hat es nötig zu lügen. Wir machen uns Sorgen um unsere Leute da drin.

  7. Was im Internet steht auf der Seite des Ministerium entspricht nicht den Informationen die wir Angehörigen haben. Ich glaub kaum das sich unsere Männer untereinander abgesprochen haben um uns lügen aufzutischen, dafür sind sie auf verschiedenen Stationen unter gebracht und kennen sich wahrscheinlich nicht mal untereinander.

    Die Lügner und die ganze Situation Schön Redner befinden sich nicht unter uns sondern in den Reihen des Ministeriums.
    Wir sagen nur die Wahrheit die die Öffentlichkeit nicht erfahren darf und soll.
    Denk mal darüber nach bevor uns alle zu beleidigen

  8. Hallo ihr Lieben,
    Mein Verlobter sitzt zwars in der JVA Tonna aber ich muss Mal was anmerken.
    Diese Frauen hier kämpfen mit all ihren Kräften die sie haben darum unsere Männer aus den Gefängnissen zu holen. Um zu verhindern daß sie durch die Lügen die das Justizministerium, Anstaltsleiter und einige Medien zur Beruhigung der Bevölkerung veröffentlicht haben vielleicht bald Sterben. Sich hier rein zu trauen und die Frauen als Lügnerinnen zu Beleidigen ist nicht wirklich gut überdacht. Also manches geht echt zu weit. Ich wünsche allen Frauen die um ihrer Männer in der JVA Untermaßfeld kämpfen viel viel Kraft und euren Männern auch.
    Ich denke die Kraft werden wir alle brauchen denn langsam scheint es mir so als wären wir machtlos. In den jva’s Thüringen wird sich nicht viel ändern weder vorzeitige, vorübergehende oder 2/3 freilassungen noch Transparenz wird vorgenommen. Es interessiert einfach niemanden was mit ihnen passiert. Vllt fängt es ja an jemanden zu interessieren wenn die ersten durch das Virus verstorbenen Häftlinge aus den jva’s heraus getragen werden müssen. Ich bin traurig das man sie einfach sich selbst überlässt. In Tonna geht auch irgendwas vor und keiner der Häftlinge bekommt antworten. Immer noch tragen Beamte keine Masken. Weil es ihnen am Arsch vorbei geht. Eigentlich sollte man das Ministerium und einige Bedienstete mal in die Zellen stecken. Was können wir noch tun?

    1. So traurig es ist Tati aber das müssten sie mit denen wirklich machen, normalerweise bin ich ein schüchterner und ruhiger Typ aber wenn es um meine Familie geht werd ich zum Kämpfer.
      Tatsache ist das es den obrigen sch…. egal ist was aus ihnen wird.
      Sie sillten jetzt in der Haut unseree lieben stecken und spüren wie es ist ohne Schutzmaßnahmen, ohne Kontakt zu den Angehörigen und mit dauereinschluss ist. Dies alles geht auf Gemüt und psyche, in Deutschland ist Folter verboten, doch genau das wird grade angewandt, denn soche Foltermethoden hatte früher die Stasi unterandern angewand.
      Einfach nur unter aller Sau

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